[PM] Das Mannheimer Unternehmen neogramm GmbH & Co. KG unterstützt jedes Jahr im Rahmen der eigens ins Leben gerufenen Aktion „Gute Tat“ eine soziale Einrichtung. Ende 2016 darf sich die Organisation „WirSuperhelden“ über die Spende freuen, die damit das Mannheimer Schifferkinderheim unterstützt.

Im vergangenen Jahr hat sich das neogramm-Team für die Aktion „Gute Tat“ die Organisation „WirSuperhelden“ als Spendenempfänger ausgesucht. Die Organisation gibt es zwar erst seit 2015, dennoch unterstützt sie bereits 23 Kinderheime deutschlandweit mit ihrem Engagement.  Die Superhelden kümmern sich nicht nur darum, dass die Projekte der Kinderheime bekannt gemacht und Spenden gesammelt werden, sondern auch darum, dass diese dann entsprechend umgesetzt und die nötigen Schritte dafür eingeleitet werden. So wurde beispielsweise ein Kinderheim in Köln mit Kinderfahrrädern und Fahrradhelmen ausgestattet – die Superhelden kümmerten sich nicht nur um die Finanzierung des Projektes durch Spenden sondern auch um den Einkauf der Räder und Helme zu möglichst günstigen Konditionen. Ein breit aufgestelltes Netzwerk und Partnerschaften sind auch in diesem Bereich unerlässlich. Die Organisation arbeitet fast ausschließlich mit ehrenamtlichen Mitarbeitern, sodass die Kosten gering gehalten und die eingesammelten Spenden fast 1:1 an die Kinderheime weitergegeben werden können.

Zur Übergabe hat sich neogramm für ein Mannheimer Kinderheim entschieden, das einige sicherlich kennen: das Evang. Schifferkinderheim in Mannheim Seckenheim. Bei einem schönen Nachmittagsbesuch durften Kai Blümchen und Nadine Graul Einrichtungsleiter Ralph Waibel und das Kinderheim mit seinen Bewohnern persönlich kennenlernen.

Bereits 1913 wurde die Einrichtung gegründet, zunächst noch in Hafennähe, da die Einrichtung anfänglich für Kinder gedacht war, deren Eltern in der Binnenschifffahrt tätig sind. Nach zwei Weltkriegen, Umzügen und Umstrukturierungen zog das Schifferkinderheim 1948 nach Seckenheim in die heutigen Räumlichkeiten. Seither wird die Einrichtung sowohl räumlich als auch das Angebot an stationären und ambulanten Gruppen stetig erweitert. So gibt es inzwischen eine Gruppe unbegleiteter jugendlicher Flüchtlinge, eine reine Mädchengruppe, in einem separaten Wohnhaus mitten in Seckenheim und einige Außenstellen, z.B. Rheinau oder Hochstätt. Auch eine „Notaufnahme“ gibt es, die jeden Tag rund um die Uhr besetzt ist. „Manchmal kommt es auch vor, dass Kinder von sich aus vor der Tür stehen, die nicht mehr nach Hause wollen“, so Ralph Waibel.

Beeindruckend ist das Engagement, das Herr Waibel an den Tag legt. Er ist bemüht, den Kindern und Jugendlichen einen möglichst normalen Alltag zu ermöglichen und sie auf ein Leben vorzubereiten, in dem sie sich selbst versorgen können. So ist neben den gemeinsamen Mahlzeiten die schulische und berufliche Ausbildung ein Schwerpunkt im Heimleben. In mehreren Unterrichts- und Aufenthaltsräumen der Außenstelle der Peter-Koch-Schule des Pilgerhauses Weinheim gibt es auch die Möglichkeit, die Kinder innerhalb des Heimes zu unterrichten, falls eine Eingliederung in eine öffentliche Schule temporär nicht möglich ist.

Außerdem hält er es für wichtig, dass die Kinder mitten in Seckenheim innerhalb einer Gemeinschaft leben, und nicht wie sonst oft üblich, irgendwo am Rand des Geschehens (und der Gesellschaft) nebenher laufen. Trotz des durchaus vorhandenen Konfliktpotentials, das sich aus der Nähe zu anderen Jugendlichen manchmal ergibt, überwiegen für Herrn Waibel die Vorteile: „Wir sind sehr gut in Seckenheim integriert, wir haben Kontakte zu vielen Gewerbe- und Handwerksbetrieben und versuchen so, unsere Kinder in Praktika und in Ausbildungsplätze zu vermitteln.“

neogramm unterstützt mit der Spende die Einrichtung eines Medienzimmers mit der dazugehörigen Betreuung, damit die Jugendlichen mit der Zeit gehen und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Technik und verschiedenen Angeboten lernen können. Dies soll mit Hilfe von Workshops und verschiedenen Projekten ermöglicht werden.

Wir wünschen dem Schifferkinderheim weiterhin alles Gute und ziehen unseren Hut vor so viel Engagement, Leidenschaft und Herzlichkeit im Umgang mit den Kindern, denen so der Weg zurück in ein erfolgreiches und vor allem eigenständiges Leben eröffnet wird.

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