BMW erweitert Produktionslinien um Transfer-Applikationsmaschinen

Der bayrische Automobilkonzern BMW hat die Produktionslinien für die neue 1er Serie um Transfer-Applikationsmaschinen der PMF GmbH erweitert. In der Anlage werden Label mit Warnhinweisen dauerhaft und unlösbar auf Sonnenblenden übertragen. Für die Programmierung der Anlagesteuerung, die Anpassung der zenon Visualisierung und die Systemintegration war die neogramm GmbH & Co. KG aus Mannheim verantwortlich.

Warnhinweise auf Sonnenblenden

Das Label auf der Sonnenblende des Beifahrers weist auf das Risiko der Installation von Rebound-Kindersitzen bei aktiviertem Airbag hin. Auflagen der US-amerikanischen Regierung verlangen das Aufbringen der Sicherheitshinweise auf beiden Seiten der Sonnenblenden für Fahrer und Beifahrer. Um den Absatz in Nordamerika bzw. weltweit zu sichern, hat die BMW Group begonnen die Produktionslinien mit entsprechenden Maschinen nachzurüsten. Den Anfang machen die Werke in Regensburg, München, Leipzig und Rosslyn in Südafrika.

PMF realisiert Transfer-Applikation

Die von der PMF GmbH entwickelte Spezialmaschine dient der halbautomatischen Aufbringung der Sicherheitslabel mittels Hitze und Druck. Jede der Anlagen ist mit bis zu drei Arbeitsstationen ausgestattet. Verschiedene Formaufnahmen ermöglichen ein flexibles Arbeiten mit diversen Blenden- sowie Labeltypen. Dabei wird unterschieden zwischen Blenden für die Fahrer- bzw. Beifahrerseite, Vorder- und Rückseite, sowie länderspezifischen Vorgaben für die Position und Größe der Warnhinweise. Über das Auftragsmanagementsystem IPS-L bekommt der Bediener automatisch die nächste zu bearbeitende Sonnenblende inklusive passendem Label mitgeteilt.

neogramm programmiert komplette SPS

Die Anlage wird über eine Siemens S7 Steuerung gesteuert. Jede Station (Funktionsgruppe) verfügt ferner über eine dezentrale Peripherie zur vereinfachten Verkabelung. Die notwendigen Abläufe in der SPS programmierte neogramm nach dem BMW RPA-Standard in STEP7. Zu Steuern sind sämtliche Sensoren, Aktoren und Aktionen. Dazu gehören unter anderem der beheizbare Transferkopf und der 2-achsige Kreuztisch für das aufzunehmende Label mit ihren Verfahrwegen, Heizplatten sowie der eigentliche Transfer.

Anpassung der Visualisierung

BMW setzt in seinen Werken das HMI/SCADA System zenon ein. Die Visualisierung des Prozesses nach dem BMW RPA-Standard realisierte ebenfalls neogramm, als offizieller Integrationspartner für zenon.

Über das 15 Zoll Touchpanel ist die Transfer-Applikationsmaschine durch den Werker manuell steuerbar. Ferner wird der Werker im Automatikbetrieb schrittweise und anschaulich durch den Ablauf geführt. Darüber hinaus können Aufträge manuell abgearbeitet, die Stationen einzeln parametriert, Stör- und Meldelisten eingesehen und die Anbindung an die Leitsysteme kontrolliert werden. zenon bietet hier ein flexibles Arbeitsumfeld. Die vielzähligen integrierten Treiber machen es BMW möglich, die Anlagen individuell zu gestalten und an die werkspezifischen Anforderungen anzupassen.

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