Unterscheidung von P- und Q-Fehlern in der Metallteilefertigung

Mit visionKit Fehlerursachen sicher erkennen und hohe Fehlerraten bei Produktwechseln und Produkteinführungen vermeiden.

Unterscheidung von P- und Q-Fehlern in der Metallteile-fertigung

Mit visionKit Fehlerursachen sicher erkennen und hohe Fehlerraten bei Produktwechseln und Produkteinführungen vermeiden.

Quick Facts

Produkt: Metallbauteil (Kupplungsstück)

Prüfung: Inline-Prozesskontrolle

Problem: Unterscheidung von P- und Q-Fehlern

Externe Schnittstelle: Orchestra

Vision System: Cognex In-Sight

Gesamtersparnis: 56.000 € / Jahr

Quick Facts

Produkt: Metallbauteil (Kupplungsstück)

Prüfung: Inline-Prozesskontrolle

Problem: Unterscheidung von P- und Q-Fehlern

Externe Schnittstelle: Orchestra

Vision System: Cognex In-Sight

Gesamtersparnis

56 k € / Jahr

Ausgangssituation: Hoher Ausschuss ohne klare Ursache

Ein Hersteller von Metallteilen stand vor einem kritischen Problem: Bei Produktwechseln und der Einführung neuer Produkte stieg der Ausschuss deutlich an – ohne dass klar erkennbar war, ob die Ursache in der Produktion (P-Fehler) oder in der Prüfung (Q-Fehler) lag.

Herausforderungen in Anlaufphasen und Produktwechseln:

  • Ausschussquote im Anlauf: 11-15 %

  • Unnötige Produktionsstopps: Ø 6 Stopps pro Monat aufgrund vermeintlicher Prozessfehler
  • Fehleranalyse pro Fall: Ø 1 Stunde bis zur Ursachenfreigabe
  • Falsch klassifizierte NIO-Teile (Q-Fehler): ca. 30 %
  • Fehlerbilder & Dokumentation: verteilt über mehrere Ordner, kein zentraler Zugriff

Die zentrale Frage lautete: Sind unsere Probleme tatsächlich Prozessfehler oder werden die Bauteile im Prüfverfahren fehlerhaft klassifiziert? 

Triangles-blue

Ziel: Klare Trennung von P- und Q-Fehlern

Der Hersteller verfolgte das Ziel, die Ursachen für Ausschuss und Prüfabweichungen transparent zu machen und P- von Q-Fehlern entlang der gesamten Prozesskette klar zu trennen. Auf dieser Basis sollten unnötiger Ausschuss und falsch gesperrte Teile deutlich reduziert, Produktionsstopps spürbar verringert und die Prüfstrategien insbesondere in der Anlaufphase neuer Produkte optimiert werden. Gleichzeitig sollte eine revisionssichere, durchgängige Dokumentation geschaffen werden, die sowohl interne Ursachenanalysen als auch Audits zuverlässig unterstützt. 

Lösung: Zentrale Plattform für Bild- und Fehleranalyse mit visionKit

Mit visionKit wurde eine einheitliche, zentrale Datenbasis geschaffen, die Produktions- und Prüfdaten zusammenführt und Fehlerbilder systematisch auswertbar macht.

Kernelemente der Lösung:

  • Zentrale Plattform zur Bild- und Fehleranalyse: Alle IO- und NIO-Bilder werden automatisch in visionKit abgelegt, mit Metadaten wie Linie, Artikelnummer, Charge, Prüfstation und Zeitstempel. 
  • Systematische Erfassung von Fehlerhäufigkeiten: Fehlerarten, -orte und -häufigkeiten werden automatisch erfasst und in Dashboards visualisiert (z. B. Häufungen direkt nach Produktwechsel oder nach Parametrierungsänderungen erkennbar). 

  • Visuelle Verifizierung von NIO-Bildern: NIO-Teile können gefiltert, gruppiert und im Team bewertet werden. Strittige Fälle lassen sich anhand der Bildhistorie und Kommentare schnell nachvollziehen. 
  • Klare Trennung von P- und Q-Fehlern: Durch die Kombination von Prozessdaten (z. B. Parameteränderungen, Werkzeugwechsel) und Prüfereignissen (z. B. neue Prüfrezeptur, Kalibrierung) wird sichtbar, ob eine Häufung auf Prozessinstabilität (P-Fehler) oder Prüfstrategie/Bedienung (Q-Fehler) zurückgeht. 
  • Verbesserte Dokumentation & Nachvollziehbarkeit: Jede Klassifizierung, jede Parameteränderung und jede Freigabeentscheidung wird revisionssicher in visionKit dokumentiert – ideal für Audits und 8D-Reports. 

Ergebnisse: Weniger Ausschuss, weniger Stillstand, bessere Entscheidungen

Schon nach wenigen Monaten Einsatz zeigten sich messbare Verbesserungen:

KENNZAHL VORHER NACHHER
Ausschussquote im Anlauf 11-15 % 3-5 %
Falsch klassifizierte NIO-Teile (Q-Fehler) 30% <5 %
Unnötige Produktionsstopps / Monat 6 2
Ø Dauer Ursachenanalyse pro Fall 1 h 10 min

Kundennutzen im Überblick

  • Reduzierung von unnötigem Ausschuss um rund 70 % in Anlaufphasen
  • Rückgang der Q-Fehler (falsch klassifizierte NIO-Teile) um über 80 %
  • Dritte weniger Produktionsstopps durch gezielte Ursachenanalyse
  • Deutlich kürzere Produktionsstops und damit höhere Verfügbarkeit 
  • Bessere Audit-Fähigkeit dank lückenloser, digitaler Dokumentation 

Fazit: Klarheit über Fehlerursachen als Hebel für stabile Prozesse

Mit visionKit hat der Kunde den Schritt von der reaktiven Fehlerbearbeitung hin zu einer proaktiven, datengetriebenen Qualitätssicherung gemacht. 

Die klare Trennung von P- und Q-Fehlern ermöglicht es, Verbesserungsmaßnahmen dort anzusetzen, wo sie wirklich wirken – im Prozess oder in der Prüfung.
Das Ergebnis: stabilere Anläufe, deutlich weniger Ausschuss und eine nachhaltig höhere Produktqualität. 

Ergebnisse auf einen Blick

0%
weniger Q-Fehler
0%
weniger Ausschuss
0%
weniger Produktionsstopps
0%
reduzierte Anlaufzeit
0
ROI in < 1 Jahr