Plug & Produce

Nach einer mehrjährigen Entwicklungszeit wird der Netzwerk Smart Production Demonstrator vorgestellt. Zusammen mit anderen Projektteilnehmern liefert neogramm Ressourcen und Know-How zur Gestaltung des Modellprojekts, an dem zukünftig anwendungs- und forschungsbezogene Fälle dargestellt und Trends erprobt werden können.

Dabei kommen fortschrittliche Technologien zum Einsatz, die neogramm auch schon erfolgreich bei einem Kundenprojekt implementiert hat, das kürzlich mit dem Industrie 4.0 Award der Fachzeitschrift PRODUKTION prämiert wurde. Das Engagement im Demonstratorprojekt wird mit dem großen Interesse von Presse und Fachpublikum belohnt.

Herausforderung

  • Innovationen implementieren und testen

  • Praxisnahe Forschungs- und Lernumgebung bereitstellen
  • Stärke der Region widerspiegeln

Story Tags

  • IIoT-Plattform

     

  • Schnittstellen
  • Co-Creation

     

Preisgekrönte Lösungen
sorgen für großes Medienecho

Gespannte Stille im Studio, der Einspieler endet, Kamera ab! Zum Thema „Fabrik der Zukunft“ erhält Kai Blümchen die Gelegenheit ein Fernsehinterview zu geben. Anlässlich der Eröffnung des Smart Production Demonstrators lautet die erste Frage der Moderatorin: „Wie wichtig sind solche Projekte gerade auch für kleinere Unternehmen?“ – „Sie sind enorm wichtig und bringen natürlich wahnsinnig viel.“

Das Medienecho, das die Inbetriebnahme des Demonstrators begleitet, ist groß. Doch auch das Fachpublikum, das den Demonstrator nach der offiziellen Eröffnung im MAFINEX Technologiezentrum erleben darf, zeigt sich hochinteressiert. Ungefähr 50 Teilnehmende aus verschiedenen Branchen wohnen der Vorstellung der innovativen Anlage bei einer Veranstaltung im Rahmen der VDMA Lab Tour bei. In Zusammenarbeit mit Projektpartnern aus dem Netzwerk Smart Production wird dieses Event von einer Reihe von Fachvorträgen begleitet.

Praxisberichte und Fachvorträge aus der Welt der Digitalisierung

Informationen zur Anlagenarchitektur stellen Christos Lithoxopoulos und Kai Blümchen vor. Dabei ordnen sie das Modellprojekt in die vier Evolutionsstufen der industriellen Digitalisierung ein. „Um zu höheren Stufen, wie Vorhersagefähigkeit und Anlagenautonomie zu gelangen, muss die Infrastruktur stimmen. Daher bedingen Konnektivität und der richtige Umgang mit Daten das weitere Vorgehen.“, so Christos Lithoxopoulos. Auch dafür steht der neue Demonstrator: In der industriellen Digitalisierung machen unscheinbare Vorgänge im Hintergrund viele Anwendungen erst möglich. Daher sollen diese Bestandteile im Modellbetrieb sichtbar gemacht werden.

Dabei ist eine Bus-Architektur, zum Beispiel über den Manufacturing Service Bus als Teil des Automation Kit von neogramm, von besonderer Bedeutung. Eine solcher Service-orientierter Aufbau ist darauf ausgelegt, Informationen flexibel zu verteilen. Gepaart mit geeigneten Schnittstellen ist dieses Paradigma ein Schlüssel der flächendeckenden Digitalisierung in der Produktion.

In ähnlicher Weise hat neogramm die Technologie schon in Zusammenarbeit mit dem Elektrohersteller Busch-Jaeger und ABB implementiert. Diese Lösung wurde im Januar 2020 mit dem Industrie 4.0 Award der Fachzeitschrift PRODUKTION ausgezeichnet. In einem gemeinsamen Projekt ist es neogramm, Busch–Jaeger und ABB gelungen, eine vernetzte Fertigung konsequent umzusetzen (einen ausführlichen Bericht lesen Sie hier). Mit diesem ausgeklügelten Konzept wird nun am Werkstandort erfolgreich produziert und auch die Fachjury zeigt sich überzeugt.

„Der Preis ist eine tolle Bestätigung unserer Arbeit und zeigt uns, dass wir mit unseren Ansätzen den richtigen Nerv treffen“, freut sich Christos Lithoxopoulos. Er ist überzeugt: „Industrielle Anlagen müssen hochgradig flexibel ausgestaltet werden, um zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Die Auszeichnung zeigt: unsere Idee von Konnektivität ist eine wichtige Antwort auf dieses Problem.“

INNOVATIVER MODELLBETRIEB

Der technische Unterbau, der beim Industrie 4.0 Award prämiert wurde, sorgt nun auch für einen stabilen und innovativen Modellbetrieb im Mannheimer MAFINEX Technologiezentrum. Als Modell einer Fabrik der Zukunft bildet der Demonstrator alle Schritte einer digitalisierten Wertschöpfung ab – von der Erzeugung eines individuellen Kundenauftrags bis zum Verpacken des verkaufsfertigen Produkts.

  • Gefertigt wird ein Sensorwürfel in der Losgröße 1 – als wichtiger Informationslieferant für Industrie 4.0 und das Internet der Dinge eine passende Wahl.
  • In einem Webshop werden mit wenigen Klicks die gewünschten Platinen sowie die Gehäusegröße ausgewählt und schon geht die Bestellung zum zentralen IT-System in der Cloud.
  • Am Arbeitsplatz werden die Würfel per Zugriff auf ein „smartes Regal“ vormontiert und verklebt. Neben den technischen Systemen wird so auch eine moderne Werkerführung demonstriert.

WEITERENTWICKLUNG IM NETZWERK

Die technische Bezeichnung des Projekts als „Smarte Aspekte Demonstrator V1.0“ verdeutlicht, dass es sich hier um die erste Ausbaustufe handelt.

  • Schon das Entwicklungsprojekt rund um den Demonstrator konnte in Kooperation mit einer regionalen Berufsschule in die Ausbildung integriert werden und stellt für drei aktuelle Absolventen ihre Abschlussarbeit dar.
  • Kluge Ideen und motivierte Köpfe: Durch das Demonstrator-Projekt soll die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Bildungsbereich weiter gefördert und intensiviert werden.
  • Das Netzwerk wirkt: der gelungene Modellbetrieb verdeutlicht die Vorteile von „Co-Creation“ in einem lebendigen Netzwerk.

MEDIENECHO

Großes Interesse in den regionalen Medien: Der innovative Demonstrator sorgt auch in der breiteren Öffentlichkeit für Aufsehen.

  • Der Mannheimer Morgen hebt dabei die Rolle des Netzwerks Smart Production hervor: „Hinter dem Modell im Mafinex steckt das Netzwerk Smart Production, in dem rund 50 Mitglieder aus der Region engagiert sind. […] Das Ziel: die Chancen der Digitalisierung in konkrete Geschäftsmodelle umzumünzen.“

  • Die Rhein-Neckar-Zeitung zeigt sich vom „realen Demonstrationslabor“ beeindruckt: „Sein Aufbau ist modular und über das Internet und Rechenzentren stehen die einzelnen Teile miteinander in Verbindung. […] Anspruch ist es, dass die Produktionseinheit […] quasi in einem intuitiv zu verstehenden Plug-and-Play-Modus funktioniert.“

  • Und der SWR schildert online, wie mit dem Demonstrator auch für kleine und mittelständische Unternehmen anschaulich gemacht werden soll, wie eine digitalisierte Produktion ausgestaltet werden kann.

HINTER DEN KULISSEN

Zudem kann Kai Blümchen im Studio des regionalen TV-Senders RON Rede und Antwort stehen. Hier beschreibt er, wie wertvoll der neue Demonstrator für die Arbeit von kleinen und mittleren Unternehmen im Industriebereich in der Region ist, da hier das jeweils sehr spezifische Know-How der einzelnen Akteure zusammenkommen kann, um klar definierte Herausforderungen zu lösen.

In Zukunft sollen anhand des Setups des Demonstrators neue Trends erprobt und Testfälle dargestellt werden, denen ansonsten im betrieblichen Alltag kaum Raum eingeräumt werden kann. Folgeprojekte können deshalb auch insbesondere in Zusammenarbeit mit Berufs- und Hochschulen stattfinden. Mit der durch neogramm aufgebauten, modularen Kommunikationsstruktur sind auch spätere Erweiterungen kein Problem.

Insbesondere der Aspekt der Kooperation zwischen verschiedenen Projektpartnern kann so immer wieder zu neuen Konstellationen und befruchtendem Austausch führen. Der Demonstrator als zentrales Projekt des lebendigen Netzwerk Smart Production stärkt damit die gesamte Region.

Ihr Ansprechpartner

Kai Blümchen
Kai BlümchenFachbereichsleitung Automatisierung
Tel.: +49 621 150205-12
Mail: k.bluemchen@neogramm.de

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